Erzähle uns, wie Du zu Instagram gekommen bist?

Zunächst stelle ich mich mal kurz vor: Mein Name ist Sandra Scheuler, ich bin 24 Jahre alt und eine Berliner Influencerin im Bereich Fitness und Healthy Lifestyle. Ich habe mich ca. 2014 bei Instagram just for fun angemeldet. Ich hatte gar kein Ziel vor Augen, sondern wollte nur mal diese neuartige Social Media Plattform ausprobieren. Nach Facebook und Schülervz folgte Instagram und das war dann schon was absolut neues für mich. Zuerst kam ich mit dem Portal nicht klar und konnte nicht so viel damit anfangen. Freundinnen erzählten mir, wie viel Spaß das Posten mache und nun ja, so wurde ich auch immer agiler. Ich lud mehr und mehr Bilder hoch, entdeckte die Hashtags und die Suchleiste und mein Interesse stieg mit jeder Freundin und jedem Freund, der auch dort startete. Ich sah mir gerne Bilder an und lies mich inspirieren. Ich habe mich schon immer für Ernährung interessiert und somit postete ich meistens gesundes Essen, Selfies oder Workout-Bilder. So entstand dann mein Content.

Was hebt Deinen Kanal von anderen Kanälen mit der gleichen Kategorie ab?

Ich würde nicht sagen, dass ich mich von anderen Kanälen abhebe. Ich versuche immer mit einem bisschen Witz an die Sache ranzugehen und mich so zu geben, wie ich bin. Gern teile ich auch mal lustige Videos oder Bilder. Man muss eben auch über sich selbst lachen können, denn bei Instagram stellt man zu 90% seine Schokoladenseite dar und das ist oft eher Realitätsfern. Ich scheue mich auch nicht ungeschminkt vor die Linse zu gehen und eine Story mit einem Messy Bun zu machen. So werden eh die meisten morgens um 7 Uhr vor dem Handy sitzen und nicht top gestylt aufstehen.

Machst Du Instagram derzeit hauptberuflich oder möchtest Du es einmal anstatt eines 08/15 Jobs in Vollzeit ausüben?

Ich bin hauptberuflich beim Rundfunk Berlin-Brandenburg als Kauffrau für Büromanagement tätig. Ich würde niemals Instagram als alleinige Einnahmequelle beziehen, denn es ist heutzutage viel zu einfach Konten zu hacken und dann wäre die jahrelange Arbeit umsonst und ich arbeitslos. Zudem Liebe ich meinen Job und kann davon gut leben. Instagram soll ein Hobby bleiben.

Gab es schon einmal Tage, an denen Du keine Lust hattest, ein Posting zu erstellen, aber Du Dich trotzdem ans Werk gemacht hast, weil Du bspw. Deine Community nicht enttäuschen wolltest?

Natürlich… Diese Tage gibt es oft und wer das verneint, der sagt schlichtweg nicht die Wahrheit. Oft geht es mir so, wenn ich krank bin, aber eine Kooperation habe und mein Post aussteht. Dann heißt es aufrappeln und zurechtmachen, das Bild ( oder eher 100000000 Bilder) machen, ein gelungenes rausfiltern, bearbeiten, Text schreiben und posten. Es ist eben nicht nur mal schnell ein Bild machen und posten…Da hängt viel mehr dran.

Wirst Du bereits von Deinen Fans auf der Straße erkannt? Und wie reagierst Du auf sie?

Ich wurde noch nie auf der Straße angesprochen und würde das auch komisch finden, da ich kein Star oder Ähnliches bin. Lediglich Freunde von Freunden sagen mal: „Ach Mensch, du bist doch die __futurewife__ von Insta“, aber das ist auch schon alles. Bei einem Channing Tatum oder einer Beyonce kann man ausrasten, aber nicht bei einem Influencer.

Womit bearbeitest Du Deine Bilder? Was ist Dein Equipment?

Derzeit benutze ich die Instagram Filter, die App Snapseed und VSCO zum Bearbeiten meiner Bilder. Der Großteil wird mit meiner Spiegelreflex von Nikon geknippst und der Rest mit meinem Samsung Galaxy S8. Ich benutze kein Photoshop oder so, es sei denn ein Fotograf bearbeitet meine Bilder nach einem Shooting.

Hast Du ein paar Tipps an diejenigen, die gerade mit Influencer Marketing anfangen wollen?

Mein Rat wäre, dass man immer aktiv sein muss. Postet Bilder, macht Stories und schenkt anderen Instagrammern Aufmerksamkeit, indem ihr fleißig liket und kommentiert. So bekommt man meistens Reichweite.

_futurewife_ in herbstlicher Kulisse
_futurewife_ in herbstlicher Kulisse. Bildquelle: @ _futurewife

Kannst Du Dir vorstellen, noch in 10 Jahren auf Instagram aktiv zu sein, und wenn nein – warum nicht?

Das ist eine gute Frage. Ich denke, dass ich das noch einige Jahre betreiben werde, jedoch nicht mein Leben lang. Durch Instagram ist man sehr gläsern und fühlt sich auch oft in der Pflicht aktiv zu sein, damit die Reichweite nicht sinkt oder die Termine der Kooperationen eingehalten werden. Es ist definitiv spaßig und ich mache das auch gern, aber ab und zu hätte ich gern nicht den Druck bei Instagram aktiv sein zu müssen. Das Privatleben leidet schon ab und zu mal drunter.

Gibt es Influencer (auf Instagram), die Dich besonders inspirieren? Nenne uns ein paar Kanäle!

Ich habe einige Mädels, die mich sehr inspirieren und begeistern. Zunächst gibt es „@doooreen_“, die mich durch ihre sympathische Art und ihre wahnsinnige Figur beeindruckt. Dann liebe ich den Feed von „@franziska_lohberger“, da ich sie mal zufällig während eines Sportevents getroffen habe und gemerkt habe, dass sie auch in echt toll aussieht, eine hammer Figur hat und mega süß und sympathisch ist. Ein tolles Profil hat auch die liebe „@momsgymfood“, die einem immer wieder vor Augen führt, wie lecker und ausgesprochen vielfältig gesundes Essen sein kann. Am mesiten muss ich sagen, hat mich aber eine meiner besten Freundinnen inspiriert „@__rinachen„, da ich durch sie erst gesehen habe, was durch Instagram alles möglich ist. Sie ist im Bereich Fashion und Beauty tätig. Wir saßen in der Schule zusammen und da berichtete sie mir oft von Kooperationen und hat mir all das näher gebracht. Wir schießen oft unsere Bilder zusammen und unerstützen uns so. Ich hole mir Ideen von ihr und natürlich auch Tipps und Tricks.

Throwback Pic mit Sandra im Süden
Throwback Pic mit Sandra im Süden. Bildquelle: @ _futurewife
Sandra im Ootd
Sandra im Ootd. Bildquelle: @ _futurewife

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