Erzähle uns, wie Du zu Instagram gekommen bist?

Ich denke, heutzutage hat jeder einen Instagram Account und stellt ab und an Fotos online. So war es bei mir anfangs auch, ohne Hintergedanken, dass es vielleicht mal„erfolgreich“ wird. Doch dann habe ich durch meine YouTube Präsenz mehr Follower bekommen, mehr Likes,… so hat es sich immer weiterentwickelt, ich kannte Leute, die schon einige Follower hatten und mich immer verlinkt haben, dadurch ist meine Community gewachsen – meine Bilder wurden immer „professioneller“, ich nehme mir inzwischen mehr Zeit zum Bearbeiten, da ich auch etwas den Leuten „bieten“ möchte als „nur ein normales Foto“.

Was hebt Deinen Kanal von anderen Kanälen mit der gleichen Kategorie ab?

Ich habe eigentlich keine bestimmte Kategorie. Ich bin auch kein Modeblogger oder sowas in der Art. Ich bin denke, ich einfach eine Person des öffentlichen Lebens durch Instagram und YouTube geworden – ich poste einfach „normale“ Fotos von mir, ohne zu checken wie mein Outfit heute sitzt. So möchte ich es auch beibehalten – realitätsnah wie der Junge von nebenan eben und nicht total gestellt.

Machst Du Instagram derzeit hauptberuflich oder möchtest Du es einmal anstatt eines 08/15 Jobs in Vollzeit ausüben?

Instagram mache ich nicht hauptberuflich. Klar, wenn es sich ergeben würde, da wäre ich auch nicht abgeneigt, aber ich weiß, dass ich nicht mit 50 Jahren noch Fotos und Storys posten kann. Ich möchte auch etwas Bodenständiges machen bzw. einen „richtigen Beruf“ wenigstens erlernen, damit ich etwas in der Hand habe. Aber generell habe ich schon vor, in Richtung Medien zu gehen, da mich dies interessiert und ich inzwischen einige Erfahrungen dank Instagram sammeln konnte.

Gab es schon einmal Tage, an denen Du keine Lust hattest, ein Posting zu erstellen, aber Du Dich trotzdem ans Werk gemacht hast, weil Du bspw. Deine Community nicht enttäuschen wolltest?

Nein, ich bin ein Mensch, wenn ich keine Lust habe ein Foto zu machen, dann mache ich das auch nicht. Das ist mein Glück – es ist „noch“ mein Nebenjob und ich kann selber ohne Druck das Foto verschieben – ohne dass ich mit Konsequenzen von großen Firmen rechnen muss, die unbedingt jetzt das Posting möchten.

Wirst Du bereits von Deinen Fans auf der Straße erkannt? Und wie reagierst Du auf sie?

Ja ich werde tatsächlich paar mal angesprochen und dann immer in Momenten, wo ich es null erwarte. Ich finde das irgendwie lustig und nehme mir natürlich auch die Zeit 🙂

Womit bearbeitest Du Deine Bilder? Was ist Dein Equipment?

Ich habe ein sehr „einfaches“ Equipment. Einfach nur mein Handy (iPhone) und bearbeiten tue ich meine Bilder mit der App VSCO.

Hast Du ein paar Tipps an diejenigen, die gerade mit Influencer Marketing anfangen wollen?

Das Wichtigste ist: Man darf nicht mit dem Vorsatz an die Sache rangehen: „ich werde jetzt ein Instagram Star und will so mein Geld verdienen“! Sonst klappt das Ganze nicht. Ich finde das Ganze unterschätzen auch viele, die denken, es ist mega einfach und leicht verdientes Geld – aber dies ist es nicht. Es ist echte Arbeit, man muss ständig online sein, Storys posten, Bilder posten – denn sonst gerät man in Vergessenheit! Man braucht auch eine gewisse Portion Glück heutzutage „bekannt“ zu werden. Und es klingt so flapsig, aber es ist nun mal die Wahrheit: Man muss immer natürlich bleiben, denn die Leute sehen sofort, dass man eigentlich das nur wegen dem Geld macht.

julian.linowiecki mit Levi's Shirt.
julian.linowiecki mit Levi's Shirt

Kannst Du Dir vorstellen, noch in 10 Jahren auf Instagram aktiv zu sein, und wenn nein – warum nicht?

Ich glaube, vorstellen auf jeden Fall, aber man kann das leider nicht genau sagen. So schnell wie der „Ruhm“ gekommen ist – kann er auch wieder vorbei sein. Grade bei Social Media – da geht alles so schnell und es kommen immer neue Gesichter hinzu, die auf Instagram bekannt werden. Deshalb vorstellen kann ich mir das, aber die Realität wird es zeigen, ob die Leute mich in 10 Jahren noch sehen möchten 🙂

Gibt es Influencer (auf Instagram), die Dich besonders inspirieren? Nenne uns ein paar Kanäle!

Einmal natürlich Caro Daur (@carodaur), sie ist das Beispiel, wie es funktioniert: Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und guten Content bringen – ihre Bilder sind wirklich „perfekt“ sie ist auch irgendwie mein Vorbild in Sachen Instagram. Sie hat kein Management dahinter, sondern regelt das alles selber – das finde ich beeindruckend, wie sie das alles schafft!

Dann finde ich noch zwei weitere Accounts super, einmal von Patrick Kahlo (@patkahlo) und seiner Freundin Nina Schwichtenberg (@fashiioncarpet) super. Sie fotografieren und bearbeiten soweit ich weiß auch selber und ich finde es mega beeindruckend, wie gut sie das machen!

Julian präsentiert sein Ootd
Julian präsentiert sein Ootd. Bildquelle: © julian.linowiecki

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