Micro-Influencer im Digitalen Marketing

Aufgrund der sich ständig weiterentwickelnden Welt des digitalen Marketings müssen Unternehmen, dessen Ziel es ist, lang anhaltenden Erfolg zu haben, sich von traditionellen Marketing-Methoden langsam aber sicher lösen. Um ausreichend Aufmerksamkeit für das eigene Produkt zu generieren, reichen klassische Werbemaßnahmen wie gedruckte Werbemittel, Social Media Ads oder E-Mail-Marketing heutzutage allein nicht mehr aus. Neue Kommunikationsstrategien sind daher gefragt. Influencer Marketing ist beispielsweise eine mächtige Marketing-Strategie im Bereich Social Media. In diesem Blogartikel möchten wir im Speziellen die Micro-Influencer etwas genauer unter die Lupe nehmen und zeigen, warum diese sich in Werbekampagnen von Unternehmen besonders effektiv einsetzen lassen.

Social-Media-Stars wie Dagi Bee, Shirin David oder Bibisbeautypalace erreichen über YouTube und Instagram ein Publikum von mehreren Millionen. Für Produkte, die sie in ihren Videos dem Zuschauer präsentieren, gilt gleiches. Doch wieso sollte ein Unternehmen sich bei der Vermarktung seines Artikels für einen noch eher unbekannten Werbestar – d. h. für einen Micro-Influencer – entscheiden? Dies hat vor allem zweierlei Gründe, die wir im Folgenden aufzeigen möchten. Zuallererst möchten wir jedoch klären:

Was zeichnet einen Micro-Influencer aus?

Vom allgemeinen Standpunkt aus betrachtet, ist ein Micro-Influencer ein Social Media User, der eine signifikante Anzahl an regelmäßigen Anhängern besitzt – die Größenordnung beläuft sich in etwa auf 1.000 bis 100.000 Follower. Über eine exakte Anzahl seiner Followerschaft lässt sich allerdings streiten, da von Quelle zu Quelle unterschiedliche Größen angegeben werden. Fakt ist aber, dass Influencer mit einer größeren Anhängerschaft (ab 100.00 Follower) der Bezeichnung „Micro“ selbstverständlich nicht mehr gerecht werden und deshalb den Titel „Macro“ tragen.

Micro-Influencer haben weniger Follower, dafür mehr Engagement

Gemäß einer Studie von markerly.com kommt es nicht auf eine besonders große Followerschaft an, um eine enorme Engagement Rate zu erzielen. Denn die Ergebnisse zeigen: Wird diese Kennzahl als Kampagnen-Erfolg herausgenommen, stechen insbesondere die Micro-Influencer einem sofort ins Auge. Ihre Rate liegt im Durchschnitt bei etwa 2,7 %. Im Vergleich dazu reagieren bei den „größeren“ Influencern lediglich 0,5 % durch Liken oder Kommentieren des Postings. Daraus lässt sich ableiten: Je populärer der Influencer ist, d. h. je größer seine Fan-Base ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Aktivitäten seiner Follower geringer werden. Die Streuverluste bei den Micro-Influencern werden auf diese Weise minimal gehalten.

Weshalb der Einsatz von Micro-Influencern so erfolgreich sein kann?

1. Die Glaubwürdigkeit des Micro-Influencers spielt eine bedeutsame Rolle

Das Vertrauen der Zuschauer- bzw. Leserschaft für sich zu gewinnen ist im Bereich Social Media der Schlüssel zum stetigen Erfolg. Grundsätzlich gilt: Micro-Influencer besitzen eine homogene bzw. einheitliche Zielgruppe – diese sind durch ihr ähnliches Nutzungs- und Kaufverhalten klar erkennbar. Und häufig gehören (enge) Freunde, Bekannte und Familienangehörige zu den Followern – der Micro-Influencer genießt in diesen Kreisen natürlich eine gute Reputation (!) Durch die noch recht überschaubare Community des Micro-Influencers haben die Follower zudem das Gefühl, dass die Person, der sie auf der Social-Media-Plattform folgen, sich nahbarer → authentischer präsentiert – dies sorgt für weitere Sympathie und mehr Pluspunkte für den Micro Influencer.

2. Der Micro-Influencer ist ein Experte in seinem Themengebiet

Was den Micro-Influencer jedoch ganz deutlich von den Macro-Influencer in den meisten Fällen unterscheidet, ist, dass er ein Experte in einem (Nischen-)Gebiet ist. bzw. ein gutes Know-how in einem Bereich verfügt. Gerade weil er ein derartiges Fachwissen vorzuweisen hat, wirken seine Empfehlungen zu einem Produkt wesentlich authentischer – im Gegensatz zu einem Influencer-Giganten bzw. Promi, der bereits eine Vielzahl an Marken von A bis Z in die Kamera gehalten hat, und das in sehr kurzen Zeitabständen, weil er fast jede Kooperation, die ihm zufliegt, mit Firmen eingeht, ohne dass er wirklich abwägt, ob seine Zielgruppe sich mit dem Produkt identifizieren könnte.

Hier ein Beispiel:

Der Macro-Influencer könnte bei einer Follower-Zahl von 3 Millionen zwar eine große Masse an Menschen auf seinen Social-Media-Kanälen erreichen, wenn er zum Beispiel mit einem Fitness-Riegel in einem Posting wirbt, jedoch wären von diesen „erreichten Personen“ mit hoher Wahrscheinlichkeit 80 bis 90 Prozent keine Fitness-Fanatiker oder Sport-Interessierte und somit wäre die Zielgruppe verfehlt.

Der Micro-Influencer hat eine treue Fan-Base von rund 10.000 Personen, von denen auszugehen ist, dass sich fast alle mit dem Thema Fitness auseinandersetzen. Aufgrund dessen sind sie die beste Zielgruppe für den Fitness-Riegel und somit auch potenzielle Käufer dieses Produkts.

Lohnen sich Micro-Influencer für die eigene Kampagne – eine Zusammenfassung:

  • die organische Fanzahl des Micro-Influencers ist noch relativ überblickbar – verglichen mit den branchenübergreifenden Influencern/Stars; seine Followerschaft setzt sich oft aus Bekannten, Familienmitgliedern, Freunden zusammen → man kann davon ausgehen, dass der Micro-Influencer viele Follower aus seiner Community persönlich kennt
  • Micro-Influencer sind äußerst themenaffin, sie haben sich in einem Themengebiet spezialisiert → für Unternehmen mit Nischenprodukten sehr gut geeignet
  • größere Social-Media-Stars mit steigenden Follower-Zahlen + hoher Reichweite = sinkendes Engagement → hohe Streuverluste
  • Vertrauen in einem Micro-Influencer ist sehr hoch, da dieser noch wenige Deals mit populären Marken eingegangen ist

 

 

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