Erzähle uns, wie Du zu Instagram gekommen bist?

Instagram, eine Plattform auf der täglich mehrere Millionen Bilder hochgeladen werden, darunter auch welche von mir, @philippfrohn. Ende 2014 stieß ich auf die Plattform, da sie mir als soziales Netzwerk von Freunden vorgeschlagen wurde. Ich postete meine Bilder um festgehaltene Erlebnisse mit meinen Freunden zu teilen. Im Herbst 2015 änderte sich dies jedoch: Ich habe aus Langeweile angefangen auf der Livestreaming-Plattform „Younow“ zu streamen, und dies sehr erfolgreich: Nach ein paar Monaten gehörte ich zu den erfolgreichsten Streamern Deutschlands. Dadurch folgten viele meiner Zuschauer mir auch auf Instagram, wo sie, wie auf Younow, Dinge aus meinem Leben erfahren wollten. Ich ließ sie mit Bildern aus meinem Alltag und von meinen Reisen Teil haben, was anscheinend gut an kam. Schnell hatte ich auch andere Menschen mit meinen Bildern begeistert, und meine Abonnentenzahl stieg rasch an. Mein Interesse an der Fotografie ist entstanden, und ich wollte meiner Community qualitativ hochwertigere Bilder und Motive bieten – Instagram wurde zu meinem neuen Hobby.

Was hebt Deinen Kanal von anderen Kanälen mit der gleichen Kategorie ab?

Ehrlich gesagt habe ich mich damit noch nie beschäftigt, ich mache einfach mein Ding und orientiere mich nicht an anderen. Was mir jedoch trotzdem schon ein mal aufgefallen ist: Viele posten täglich Bilder, teilweise sogar mehrere am Tag, ich hingegen nur einmal pro Woche. Ich versuche auf meinem Profil abwechslungsreiche Bilder zu posten, mit unterschiedlichen Motiven, und dies ist meiner Meinung nach kaum möglich, wenn täglich ein Bild hoch geladen wird – ich lege keinen großen Wert auf Quantität.

Machst Du Instagram derzeit hauptberuflich oder möchtest Du es einmal anstatt eines 08/15 Jobs in Vollzeit ausüben?

Ein ganz klares Nein, zu beidem! Ich mache aktuell Vollzeit meinen Bachelor in Mathematik an der Universität zu Köln. Instagram ist mein Hobby, es macht mir unfassbar großen Spaß Bilder zu posten, in die ich meine Zeit freiwillig investiert habe, und anschließend positive Resonanz zu erhalten. Angenommen, Instagram wäre mein Job, würde ich jedes Mal einem Zwang nach laufen ein Bild posten zu müssen, alleine der Gedanke würde mir den Spaß an diesem Hobby nehmen.

Gab es schon einmal Tage, an denen Du keine Lust hattest, ein Posting zu erstellen, aber Du Dich trotzdem ans Werk gemacht hast, weil Du bspw. Deine Community nicht enttäuschen wolltest?

Meine geposteten Bilder sind zum größten Teil nicht entstanden, um sie auf Instagram zu posten. Ich wache morgens nicht mit dem Gedanken auf „Heute mache ich ein paar Bilder, um diese auf Instagram zu posten.“. Wenn ich unterwegs bin entstehen sehr viele Bilder, einfach, weil es mir Spaß macht und um Momente fest zu halten. Gefällt mir davon eins besonders gut, landet es auf Instagram, gefällt mir keins, wird auch mal kein Bild gepostet, da bin ich etwas perfektionistisch.

Wirst Du bereits von Deinen Fans auf der Straße erkannt? Und wie reagierst Du auf sie?

Ja, manchmal tatsächlich. Es überrascht mich immer wieder aufs Neue, wenn dies der Fall ist. Ich finde es unglaublich interessant zu sehen welche Persönlichkeiten hinter dieser virtuellen Zahl über dem Wort „Abonnenten“ stecken, oftmals ist man sich dessen gar nicht so sehr bewusst. Häufig werde ich dann gefragt, ob wir ein Bild zusammen machen können, was ich natürlich gerne mache, wenn ich nett gefragt werde.

Womit bearbeitest Du Deine Bilder? Was ist Dein Equipment?

Meine Bilder entstehen größtenteils mit meiner Spiegelreflexkamera, der Canon 700D und vereinzelnd mit meinem Handy. Zum Nachbearbeiten von Portraits verwende ich die App „Facetune“, und im Allgemeinen auch „Adobe Photoshop Lightroom“. Generell Werte ich all meine Bilder schlussendlich mit den Bearbeitungstools von Instagram (ich meine nicht die Filter) ein wenig auf.

Philipp Frohn und Concrafter. Bildquelle: @philippfrohn

Ein paar Favoriten bitte!

Ein Burger, Strandurlaub, ganz viel Sonne, Sneakers von Nike, Pizza, aber es geht nichts über eine Jogginghose wenn man von einem anstrengenden Tag nach Hause kommt.

Hast Du ein paar Tipps an diejenigen, die gerade mit Influencer Marketing anfangen wollen?

Damit sollte man nicht „anfangen“, es sollte sich höchstens „ergeben“. Was ich damit meine ist, dass man nicht mit etwas anfangen sollte nur mit dem Gedanken unbedingt dadurch Geld zu verdienen. Vielmehr sollte man es aus Spaß, Leidenschaft und Überzeugung machen, und wenn man nebenbei, bei etwas was einem Spaß macht, Geld verdient, dann sollte man einfach froh darüber sein und es als netten Nebeneffekt sehen, und nicht als ein Ziel, welches man nun endlich erreicht hat.

Kannst Du Dir vorstellen, noch in 10 Jahren auf Instagram aktiv zu sein, und wenn nein – warum nicht?

Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen würde. Mein Interesse an der Fotographie wird denke ich mal nicht einfach verschwinden, und was sollte dagegen sprechen in Zukunft Bilder auf Instagram hoch zu laden. Da fällt mir spontan nichts ein.

Gibt es Influencer (auf Instagram), die Dich besonders inspirieren? Nenne uns ein paar Kanäle!

Ehrlich gesagt, nein! Wie eben schon erwähnt orientiere ich mich rein gar nicht an anderen Personen, sondern mache einfach das was mir gefällt und worauf ich Lust habe. Wen ich dann aber doch ganz cool finde ist der Youtuber Luca aka Concrafter, auf Instagram @laserluca, einfach wegen seiner lockeren und authentischen Art.

Philipp Frohn wird 20
Philipp Frohn wird 20. Bildquelle: @philippfrohn

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