Erzähle uns, wie Du zu Instagram gekommen bist?

Hauptsächlich nutze ich Instagram, habe aber auch einen YouTube-Kanal – dieser eignet sich besser für meine Arbeit als Hair & Makeup-Artist, da ich dort Tutorials u. ä. hochladen kann. Instagram ist mehr für meinen Lifestyle, also Fashion, Reisen und was sonst so wichtig in meinem Alltag ist. Gekommen bin ich zu Instagram ganz in den Anfängen 2014 durch einen Freund, der wusste, dass ich mich gerne inspirieren lasse, seien es Outfits oder Makeup-Styles – dafür ist es ja die perfekte Plattform. Und mir macht es genau so Spaß, selbst Inspiration zu sein. Auf meinem Blog gibt es die Highlights dieser Plattformen in ausführlicheren Berichten.

Was hebt Deinen Kanal von anderen Kanälen mit der gleichen Kategorie ab?

Für mich ist besonders wichtig, dass der Feed meine Persönlichkeit widerspiegelt. Hier arbeite ich viel mit Bildsprache und ich denke, da hat jeder Blogger irgendwann seine eigene gefunden. Das kostet natürlich Zeit, aber die ist es wert. Genauso wie die Blogger selbst haben ja die Follower eine bestimmte Vorliebe, die sie reizt, einem Kanal zu folgen. Durch meinen Mix aus Leidenschaft für Fashion und Professionalität in Sachen Hair & Makeup durch meinen Job kann ich etwas bieten, das viele andere so vielleicht nicht haben.

Machst Du Instagram derzeit hauptberuflich oder möchtest Du es einmal anstatt eines 08/15 Jobs in Vollzeit ausüben?

Zum Teil ist der Blog Beruf, da die Pflege doch einiges an Zeit kostet. Mein Vorteil ist, dass ich das Bloggen gut mit meinem „Lohn und Brot“-Job als Hair & Makeup-Artist kombinieren kann, da diese beiden Stränge ja Hand in Hand gehen. Zusammen würde ich das als Vollzeitjob bezeichnen. Und ich bin mein eigener Herr, weil ich dabei komplett freiberuflich bleibe.

Gab es schon einmal Tage, an denen Du keine Lust hattest, ein Posting zu erstellen, aber Du Dich trotzdem ans Werk gemacht hast, weil Du bspw. Deine Community nicht enttäuschen wolltest?

Lust auf Bloggen habe ich eigentlich immer! Das einzige, was mir mal die Lust verhagelt, Fotos zu produzieren, ist tatsächlich das trostlose Wetter in Deutschland. Wenn ich ein bestimmtes Bild im Kopf habe, wie ich etwas in Szene setzen will, und dann aus dem Fenster schaue, kann das schon demotivierend sein. Denn regengraue Fotos anzuschauen, macht am Ende niemandem Spaß – und ich will ein gutes Gefühl mit meinem Feed verbreiten.

Wirst Du bereits von Deinen Fans auf der Straße erkannt? Und wie reagierst Du auf sie?

Es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass mich einige liebe Mädels auf der Straße angesprochen und ausgefragt haben. Ich kenne ja die wenigsten meiner Follower persönlich und umso mehr freue ich mich über einen „realen Kommentar“ und ein Gesicht dazu. Das bestätigt mich auch total in dem, was ich tue. Es ist auch ein verrücktes Gefühl, wie ein „Promi“ angesprochen zu werden, das mich auch ein bisschen verlegen macht. Ich selbst freue mich auch immer total, wenn ich jemanden treffe, dem ich folge. Ich finde, so ein gegenseitiger Support ist mega wichtig.

Womit bearbeitest Du Deine Bilder? Was ist Dein Equipment?

Meine Bildbearbeitung ist natürlich Staatsgeheimnis – nein, ich arbeite mit verschiedenen Apps, dabei muss man natürlich rumprobieren und schauen, womit man gut klar kommt und was einem Spaß macht. Mein nächstes Ziel ist es, einen Photoshop-Kurs zu machen. Meine Kamera ist eine Sony Alpha 7.2, wobei ich ein FE 1.8/50 Objektiv nutze. Ich arbeite hier mit Tiefen und Schärfen, dass das Outfit im Vordergrund steht. Im Urlaub benutze ich dann ein anderes.

Hast Du ein paar Tipps an diejenigen, die gerade mit Influencer Marketing anfangen wollen?

Anfängern würde ich raten, authentisch zu sein, versuchen, herauszufinden, was den Followern wichtig ist, um darauf richtig eingehen zu können. Man muss hier nicht versuchen, alles abzudecken. Denn so individuell, wie man selbst ist, sind ja auch die Follower. Man kann sich natürlich Inspiration holen, aber sollte dabei immer sich selbst treu bleiben. Und: Am Ball bleiben. Wie in jedem anderen Job hat jeder mal eine schlechte Woche, aber von ein paar weniger Likes sollte man sich nicht entmutigen lassen.

Deine aktuellen Favoriten bitte! (Fashion, Food, Lifestyle, Travel)

Mein Alltime-Favorit sind Boyfriendjeans – passt immer und ist bequem. Außerdem liebe ich Stilbrüche, einen klassischen Hosenanzug-mit-Bluse-Look würde es bei mir beispielsweise nie geben. Außerdem liebe ich auffällige Ohrringe, die jeden Look aufpeppen. Ähnlich ist es bei mir eigentlich auch mit Essen und Reisen – ich will alles ausprobieren und kennen lernen.

Winterliches Outfit mit Verena vom Kanal verena_ahmann
Winterliches Outfit mit Verena vom Kanal verena_ahmann. Bildquelle: @ verena_ahmann

Kannst Du Dir vorstellen, noch in 10 Jahren auf Instagram aktiv zu sein, und wenn nein – warum nicht?

Ob ich mir vorstellen kann, noch in zehn Jahren zu bloggen, hängt natürlich stark davon ab, wie ich mich selbst entwickle, etwa jobtechnisch. Aber man weiß ja auch nicht, wie sich die ganze Szene entwickelt. Grundsätzlich ist das momentan ein Teil meines Lebens und ich denke zumindest nicht über ein Ende nach.

Gibt es Influencer (auf Instagram), die Dich besonders inspirieren? Nenne uns ein paar Kanäle!

Meine Lieblingsbloggerin von Tag 1 war @sincerelyjules – sie hat mich wirklich inspiriert und motiviert, selbst zu bloggen. Dann folge ich Michele Krüsi, Nina Suess, Angelicablick und noch vielen, vielen mehr. Alle haben was Besonderes und ich liebe es, ihre Entwicklung zu beobachten.

Ootd mit verena_ahmann
Ootd mit verena_ahmann. Bildquelle: @ verena_ahmann

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